Yellow Line

Eine temporeiche, satirische Komödie von Juli Zeh und Charlotte Roos

Ein Gefühl des Schwindels erfasst einen in Yellow Line, während man verfolgt, wie Juli Zeh und Charlotte Roos die vielen Fäden ihrer Handlung immer engmaschiger verweben und virtuos zum Finale führen. „Eine gelbe Linie! Am Boden! Die können Sie überall hinmalen!“ Eine Linie wird zur Grenze. Eine Grenze, die, wo immer sie einschließt, auch ausschließt. Was niemand wahrzunehmen scheint, lässt Paul verzweifeln. Gleichzeitig wird sich Helene, seine Freundin und Kunstaktivistin, zugunsten des Nahen Ostens versteigern lassen und sich anschließend einen Pauschalurlaub im von Unruhen geplagten Ägypten gönnen, während ein schiffbrüchiger Fischer einer Frontex-Grenzschutzbeamtin hilflos ausgesetzt ist.  Anderswo preist ein Team des Herdenmanagements ein revolutionäres Kuhstallsystem an, das die Massentierhaltung vollautomatisch und „human“ organisiert und zeitgleich versetzt eine entlaufene Kuh Deutschland in Aufruhr. Scheinbar zusammenhanglose Ereignisse fügen sich nach und nach zu einem kritischen Blick auf unsere Gesellschaft, unser Politikverständnis und unsere Flüchtlingspolitik.

Die Rechte liegen beim Rowohlt Theater Verlag
Mit der Mehrgenerationengruppe „Die Rohlinge“
Regie: Sabine Niethammer